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Verleger

Urs Gossweiler ist am 4. Februar 1971 in Unterseen BE geboren und in Brienz aufgewachsen. 1984 gründet und leitet der Verlegersohn ein Jugendradio, das pro Monat vier Stunden Programm auf Kassetten an Abonnenten versendet. Diese Podcasts werden zwei Jahre später durch ein Fensterprogramm einer regionalen Radiostation abgelöst, welches dem Jugendradio pro Woche sieben Stunden Sendezeit auf UKW anbietet. 1986 beginnt Urs Gossweiler parallel dazu eine Lehre als Typograf. Mit der Einführung des Desktop Publishing durch seinen Vater 1989 realisiert Urs Gossweiler, dass seine Faszination für die audiovisuellen Medien dank der Digitalisierung in keinem Widerspruch zu den klassischen Printmedien steht. Diese frühe Erkenntnis und die daraus entstandene Philosophie der Medienintegration machen den Verleger der Jungfrau Zeitung seit rund zwei Jahrzehnten zu einem gefragten Referenten in Europa. Nach dem frühen Krebstod seines Vaters Herbert übernimmt Urs Gossweiler 1993 das Verwaltungsratspräsidium des Familienunternehmens. Im September 2010 wird der Verleger ins Präsidium des Branchenverbands Schweizer Medien gewählt. Urs Gossweiler lebt in Unterseen.
| Schule | |
| 1978 bis 1982 | Primarschule Brienz |
| 1982 bis 1986 | Sekundarschule Brienz |
| 1986 bis 1987 | Ecole d‘Humanité am Hasliberg |
| 1987 bis 1991 | Kunstgewerbeschule in Bern |
| 1991 bis 1992 | Verkaufsfachmann der grafischen Branche GIB |
| Beruf | |
| 1984 bis 1989 | Gründer und Leiter von Radio Piccolo |
| 1987 bis 1991 | Lehre als Schriftsetzer bei der Schlaefli AG in Interlaken |
| 1991 bis 1993 | Redaktor der Lokalzeitung «Der Brienzer» |
| seit 1993 | VR-Präsident und CEO der Gossweiler Media AG |
| Betriebliche Tätigkeiten | |
| 1993 | Entwicklung der Philosophie Medienintegration |
| 1995 | Gründung der Mountain Multi Media MMM als erstes Multimedia-Ausbildungszentrum der Schweiz. |
| 1995 | Start Entwicklung Software G-OS (Drittentwicklungen für rund 15 Mio Schweizer Franken) |
| 1995 bis 2000 | Referate in Bad Homburg, Berlin, Braunschweig, Dresden, Düsseldorf, Frankfurt, Heidelberg, Köln, Leipzig, München, Remscheid, Stuttgart, Zürich |
| 2000 | Lancierung Jungfrau Zeitung nach dem Konzept Mikrozeitung. Von Beginn weg mit browsergestütztem Redaktionssystem, crossmedialer Vermarktung und nach der Philosophie Web first. Ab 2004 zusätzlich mit WebTV. |
| seit 2001 | Vergabe des Preis Herbert im Rahmen des Giessbach Meetings. Bisherige Preisträger: Bernhard Russi (2001), Prof. Dr. Klaus Schwab (2002), Reinhold Messner (2003), Stephan Eicher (2004), Sônia und Willy Bogner (2005), Hanspeter Danuser (2006), Franz Beckenbauer (2007), Claude Nobs (2008), Samih Sawiris (2009), Marc Forster (2010), Lindsey Vonn (2011) |
| 2007 bis 2008 | Als erster Schweizer Auftritt an der Jahrestagung der Zeitungsverleger des Südpazifik in Melbourne. Auftritt an internationaler Konferenz in München. Referent in Waren an der Müritz, Madrid, Amsterdam und Zürich |
| 2008 | Entwicklung des «Funky Kitchen Club». Crossmediales Format mit TV-Koch René Schudel auf ProSieben Schweiz. |
| 2009 | Auftritte als Referent in Schwerin, Stockholm und Köln. |
| 2010 | Verwaltungsratsmitglied, Lizenzgeber und Projektleiter der neu gegründeten ONZ Obwalden und Nidwalden Zeitung, der, wie bei der Jungfrau Zeitung, das Konzept Mikrozeitung zugrunde liegt. Start der dritten Staffel «Funky Kitchen Club». Lancierung des Fernsehformats «MvH – The Place To Be» mit Mark van Huisseling auf ProSieben Schweiz. Auftritte als Referent in Paris, Berlin, Hamburg und Köln. |
| 2011 | Auftritte an der Jahrestagung der deutschen Zeitungsverleger in Berlin und des Weltverlegerverbandes in Wien. Vierte Staffel «Funky Kitchen Club». |
| 2012 | Einstellung der ONZ Obwalden und Nidwalden Zeitung. Verlegung des Hauptsitzes von Brienz nach Interlaken. Fünfte Staffel «Funky Kitchen Club». Auftritte in München und Bern. |
| Ausserbetriebliche Tätigkeiten | |
| 1994 bis 2010 | Mitglied von verschiedenen Kommissionen beim Verband Schweizer Presse |
| seit 1995 | Mitglied des Ittinger Management Panel |
| 1995 | Mitbegründer des Branchenverbands der Schweizer Internet-Wirtschaft (simsa) |
| 1997 bis 2002 | Mitglied der eidgenössischen Prüfungskommission Multimedia-Koordinator |
| seit 2010 | Präsidiumsmitglied des Verbands Schweizer Medien, Vorsteher des Departements Bildung |
| seit 2010 | Mitglied des Stiftungsrates des Schweizer Medienausbildungszentrum MAZ, Luzern |
| Armee | |
| 1991 | Rekrutenschule als Infanteriefunker in Fribourg |
| 1992 bis 1994 | Soldat im Inf Rgt 17 |
| 1995 bis 2001 | Mitglied der Direktion für Sicherheitspolitik |
| 2002 bis 2005 | Partnership for Peace (Kooperation zwischen der Schweiz und der NATO) |

