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Vier Generationen

Das Medienhaus Gossweiler feiert 2007 100 Jahre. Das Unternehmen mit Sitz in Brienz ist seit vier Generationen in hundertprozentigem Familienbesitz.


Angefangen hat alles mit einer Typografenlehre von Fridolin Gossweiler in Rosario in Argentinien. Dort lernte der junge Auslandschweizer die mit 14 Jahren aus Brünigen bei Meiringen ausgewanderte Margaritha Thöni kennen und lieben. Nach drei Jahrzehnten mehr oder weniger erfolgloser Tätigkeit als Farmer und Rancher in Argentinien, kehrte die Grossfamilie (insgesamt zehn Kinder) 1906 per Schiff via Hamburg nach Zürich zurück. Aufgrund des beruflichen Hintergrunds von Fridolin und der geografischen Herkunft von Margaritha kaufen sie 1907 die 1896 gegründete Lokalzeitung «Der Brienzer» mit dazugehörender Druckerei. 1909 eröffnen sie zusätzlich eine Papeterie und 1910 die Papierwarenfabrik. 1914 kaufen sie das alte Schulhaus von Brienz, wo der Firmensitz bis 1991 bleibt. Die Liegenschaft ist noch heute im Besitz des Unternehmens. 1954 übernehmen Fridolin und Hans Gossweiler in zweiter Generation das Unternehmen.

Ab 1964 führt Hans Gossweiler das Unternehmen alleine, bevor 1974 Herbert Gossweiler (eines von neun Kindern) das Medienhaus in dritter Generation übernimmt. Dieser stellt von Blei- auf Foto- und später auf Computersatz um, führt den Offsetdruck ein, kauft 1991 die ehemalige Fabrik der Elektromotorenwerke beim Bahnhof in Brienz, wandelt die Einzelfirma in eine Aktiengesellschaft um und expandiert die Dorfzeitung Richtung Meiringen.


Die erste Generation Gossweiler. Die Urgrosseltern des heutigen Verlegers gründeten 1907 in Brienz das Medienhaus.

Die erste Generation Gossweiler. Die Urgrosseltern des heutigen Verlegers gründeten 1907 in Brienz das Medienhaus.

Nach seinem frühen Krebstod 1993 übernimmt sein Sohn Urs (eines von drei Kindern) gemeinsam mit seiner Frau Beatrice Gossweiler-Abegglen das Unternehmen in vierter Generation. Im selben Jahr begründet Urs Gossweiler die Philosophie der Medienintegration und gilt seither als Pionier in der Branche. 1995 gründet das Brienzer Medienhaus gemeinsam mit Omnigraph (MAN-Gruppe) die Mountain Multi Media AG (MMM) als eines der ersten Multimedia-Ausbildungszentren in Europa. 1996 übernimmt die Gossweiler AG die Aktienmehrheit von Omnigraph an der MMM AG und integriert diese in die Gossweiler Media AG. Im selben Jahr wird die hauseigene Entwicklungsabteilung unter der Leitung von Oliver Brodwolf-Lieber gegründet. Die Dorfzeitung «Der Brienzer» geht in der Folge als erste Zeitung im Kanton Bern online. Es folgen grosse Softwareprojekte für die SRG, das VBS, Canon Schweiz und andere.


Im Jahre 2000 kauft die Gossweiler Media AG die Verlagsrechte des 1876 gegründeten «Der Oberhasler» von der BOM AG in Thun, geht eine Kooperation mit dem 1896 gegründeten «Echo von Grindelwald» ein und lanciert die «Jungfrau Zeitung» in Interlaken. Diese setzt von Beginn an – als erste Zeitung in Europa überhaupt – auf das Prinzip «Web first». 2001 wird in Erinnerung an Herbert Gossweiler erstmals der Preis Herbert im Rahmen des Giessbach Meetings verliehen. Dieses findet seither jährlich am Freitag nach Pfingsten im Grandhotel Giessbach statt. 2003 werden innerhalb von zwei Monaten die visionären Projekte «Long Term Meeting» (noch nicht realisiert) und «Mikrozeitung» lanciert. 2006 – am Vorabend des 100-Jahr-Jubiläums – führt die Gossweiler Media AG als erstes Zeitungshaus der Schweiz WebTV ein.



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http://www.gomedia.ch/corporate/facts/100jahre


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